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Der Schleifstein

Ein guter synthetischer Schleifstein setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, wobei sich japanische Steine von europäischen Schleifsteinen durch ein weicheres Material mit guten Abriebeigenschaften unterscheiden. Diese guten Eigenschaften werden nicht nur in Japan bei Küchenmessern und Werkzeugen geschätzt.


Die drei wichtigsten Elemente eines Schleifsteines sind

1. Die Körnung – Das Schleifkorn arbeitet direkt gegen das zu schleifende Objekt.

2. Die Bindung – Sie hält die Körnung wie auch den Stein. 

3. Die Porosität – Sie säubert die Schneideoberfläche.

1. Die Körnung:

Die Körnung wird über die unterschiedliche Größe des einzelnen Kornes definiert: Die #220er-Körnung ist eine grobe Körnung, die #1000er eine feinere und eine #10.000er-Körnung sehr fein.

 In der folgenden Tabelle sehen Sie die Angaben zu den verschiedenen Körnungsmaterialien:

  Material   spezif. Gewicht   Härte Zähigkeit   Materialpreis
 A  Aluminiumoxid  3,9  4  1  4
 WA  Weißes Aluminiumoxid   3,9  3   2  3
 C  Siliciumcarbid   3,2  2  3  2
 GC  Grünes Siliciumcarbid  3,2  1  4  1



                   
                
              
               
                

Hauptsächlich in Gebrauch sind C & GC für grobe Steine und A & WA für mittlere & feine Steine.

2. Die Bindung:

Die gute Bindung ist von größter Wichtigkeit zur Herstellung eines Schleifsteines mit guten Schleifeigenschaften. Wenn sie zu hart ist, hält sie die Schleifkörner fest zusammen, es werden keine neuen scharfen Schleifkörner freigegeben. Die äußersten Körner werden abgenutzt, und der Stein erhält eine glatte Oberfläche mit schlechtem Schleifergebnis. Wenn die Bindung zu weich ist, hält sie nicht genügend das Schleifkorn, mit dem Stein lässt sich gut Schleifen, aber er ist schnell abgenutzt. Unterschiedliche Bindungsarten/-qualitäten in Verbindung mit verschiedenen Körnungen bieten für vielfältige Anwendungen immer den richtigen Schleifstein. Die Schleifsteine werden wie folgt nach ihrer Bindung klassifiziert:

Gesintert: 
Es handelt sich hier um keramische Schleifsteine, die aus einer Mischung von verschiedenen anorganischen Komponenten bestehen und bei mehr als 1000 Grad Celsius gebrannt werden. Sie sind wasserfest, chemisch resistent und daher besonders lange haltbar. 

Magnesium:
Diese Steine werden in einer chemischen Reaktion hergestellt, wobei das Magnesium in dem Schleifstein eingebunden wird. Diese Steine eignen sich insbesondere zum feinen Entschliff beziehungsweise zur feinsten Politur.

Resin:
Die Schleifkörper sind in einer Kunstharzbindung (Resin) gehalten. Dieses Verfahren kann auch mit anderen Bindungen kombiniert werden. Vor allem, wenn es um besondere Formen und Volumina der Steine geht, wird diese Bindung angewendet.


3. Die Porosität:

Offene Poren zwischen Körnung und dem Bindungsmaterial nehmen feinen Schleifstaub auf und helfen, ein neues Schleifkorn aus der Bindung zu lösen.


 

Metall:
Dies ist keine Form der Bindung, sondern es wird auf blankem Metall geschärft. Die Schärfkraft kann sehr stark sein, aber es hinterlässt oftmals tiefe Kratzer, so dass dabei wertvolle Messer und Werkzeuge Schaden nehmen können.